Spezielle Therapie
Medikamentöse Therapie
Eine regelmäßige Behandlung ist bei vielen Patienten mit Atemwegs- und Hautkrankheiten erforderlich.
Inhalationsbehandlung
Viele Patienten mit Asthma bronchiale benötigen eine regelmäßige Inhalationsbehandlung, um die Entzündung der Bronchialschleimhaut zu reduzieren und die bronchiale Überempfindlichkeit zu vermindern. Dies ist insbesondere bei schwerem Asthma eine wichtige Voraussetzung für einen anhaltenden Behandlungserfolg. Abhängig von Alter und Entwicklungsstand der Patienten erfolgen eine Einweisung und regelmäßige praktische Übungen in der geeigneten Inhalationstechnik.
Hautpflege und Therapie
Bei Vorliegen einer Neurodermitis oder anderer Hautkrankheiten ist eine regelmäßige Basispflege der Haut mit wirkstofffreien Cremes und Salben von großer Bedeutung, um die trockene Haut geschmeidig zu halten und damit sowohl den Juckreiz als auch die Hautinfektionen zu vermindern. Bei Bedarf kommen wirkstoffhaltige Externa zum Einsatz, wobei auf die Anwendung von Kortison dank der günstigen klimatischen Lage und konsequenter Therapie einschließlich Vermeidung von Auslösern häufig verzichtet werden kann.
Medikamente
Ist durch die Vorgeschichte, den Verlauf und die Untersuchungsergebnisse erkennbar, dass der Patient einer Dauertherapie oder einer Änderung der bestehenden Behandlung bedarf, so beginnen wir entsprechend der aktuell gültigen Leitlinien eine dementsprechende Behandlung. Bei interkurrent auftretenden Erkrankungen kommen nach Aspekten evidenzbasierter Medizin in der Pädiatrie übliche Medikamente zum Einsatz.
Bewegungs- und Physiotherapie
Neben der ärztlichen Behandlung sowie der Patientenschulung kommt der Bewegungs- und Physiotherapie ein entscheidender Stellenwert zu. Sie stärkt die körperliche Leistungsfähigkeit und steigert das Selbstbewusstsein und den sicheren Umgang mit der chronischen Erkrankung im (Bewegungs-) Alltag.
Ernährung und diätetische Therapie
Das Angebot einer abwechslungsreichen, altersentsprechenden Ernährung mit einem ausgewogenen Verhältnis an Nährstoffen, Ballaststoffen, Spurenelementen und Vitaminen ist weiterer Bestandteil unseres ganzheitlichen Therapiekonzeptes.
Bei Bedarf können alle in der Pädiatrie bedeutsamen Diäten verabreicht werden. Zum Einsatz kommen allergenarme Diäten bei Nahrungsmittelallergien, niedrig- oder hochkalorische Kost bei Untergewicht und Adipositas, cholesterinarme Kost bei Fettstoffwechselstörungen, gliadinfreie Kost bei Zöliakie und weitere Spezialdiäten, z. B. bei Vorliegen einer Mukoviszidose oder eines Diabetes mellitus. Neben der Beratung durch Diätassistenten werden in kleinen Gruppen Ernährungsschulungen und deren praktische Umsetzung in unserer Lehrküche durchgeführt. Insbesondere gilt das Angebot für Patienten, die unter allergischen Erkrankungen, Übergewicht oder Adipositas leiden.
Ergotherapie
Als medizinisch-therapeutische Fachrichtung gehört die Ergotherapie zu unserem Gesamtkonzept der Rehabilitation. Im Zentrum der Behandlung stehen die basalen sensomotorischen Funktionen und Fertigkeiten der Kinder, die auf die kompetente Selbstregulation in allen Entwicklungsbereichen abzielt.
Nachsorge
Während des stationären Aufenthaltes wird zur langfristigen Sicherung des Behandlungserfolges ein individueller Therapieplan erarbeitet. Unsere Empfehlungen besprechen wir ausführlich mit den Patienten und Begleitpersonen und teilen diese dem weiterbehandelnden Arzt mittels Reha-Entlassungsbericht mit. Im Rahmen der Schulungen und Arztgespräche verweisen wir auf Selbsthilfegruppen und Desease-Management-Programme am Heimatort und geben schriftliches Informationsmaterial mit. Falls erforderlich, erfolgt eine Kontaktaufnahme zu den weiterbehandelnden Ärzten, Psychologen oder Psychotherapeuten sowie Jugendämtern.
Nach dem stationären Aufenthalt haben die Patienten und Begleitpersonen die Möglichkeit, mit unserem Ärzteteam telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufzunehmen.


